Bücher die ich liebe: Sport & Ernährung

Ich liebe Sport und ich liebe die vegan Ernährung – was liegt näher, als euch Bücher vorzustellen, welche diese beiden Bereiche miteinander verbinden? Besonders in der Anfangszeit meiner veganen Ernährung habe ich an Informationen aufgesogen, was ich bekommen konnte und meine Hauptquelle waren – und sind, nennt mich altmodisch – Bücher. Hier kommen meine liebsten Bücher zu dem Thema Sport, Motivation und Ernährung; damit ihr euch nie mehr die Frage anhören müsst: „Sport und vegan? Und woher bekommst du dein Eiweiß? Das geht doch nicht, du musst doch außerdem schon nach 100 Meter joggen zusammenbrechen, du bist doch gar nicht leistungsfähig!“

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Peace Food

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Zugegeben, der Titel und die Beschreibung von „Peace Food“ klingen etwas esoterisch, denn der Autor und Mediziner Rüdiger Dahlke geht davon aus, dass wir mit tierischer Nahrung auch das Leid der Tiere aufnehmen, die für uns geschlachtet werden. Das Buch kann aber noch sehr viel mehr. Es beschreibt auf Basis wissenschaftlicher Studien (und hier merkt man, dass Dahlke Mediziner ist), wie Fleisch und Milchprodukte krank machen und was wir dagegen unternehmen können. Toll finde ich, dass „Peace Food“ einen Rundumschlag macht, denn das Buch ist in vier Teile gegliedert. Es geht um die Verbindung von Krankheiten und Tierprodukten, um den ethischen Aspekt der omnivoren Ernährung, vegane Rezepte, aber auch Informationen, die über die Ernährung hinausgehen wie beispielsweise den Einfluss von Hormonen auf unser Leben. Eines der besten Bücher für den Einstieg, wenn man viele Informationen gebündelt haben möchte.

 

Starch Solution

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 „Nanu, warum nennt Janina hier einen anderen Titel, das Buch heißt doch „Die High-Carb Diät“?“ wirst du dich vielleicht fragen. Ich persönlich finde den deutschen Titel furchtbar und habe das Buch auch zunächst auf Englisch gelesen. Die deutsche Übersetzung klingt, als würde es sich hier um ein Diät-Buch handeln und ich kann auch verstehen, dass sich so ein Titel besser verkauft, denn der Diät-Wahn ist leider auch in Deutschland groß. In dem Buch geht es aber nicht primär um´s Abnehmen, sondern darum, dass Kohlenhydrate ziemlich toll und gesund sind und welchen positiven Effekt sie auf unsere Gesundheit haben. Darum auch der englische Titel „The Starch Solution“ („Die Stärke Lösung“), was auf die Power der Kohlenhydrate anspielt. Viel zu lange wurden Kohlenhydrate verteufelt und Low Carb als das Non-plus-Ultra angesehen.

Der Autor Dr. McDougall (wieder ein Mediziner, der hier aus seiner jahrelangen Erfahrung spricht) informiert umfangreich zu den Themen, wie gut Stärke ist, woher man als Veganer Eiweiß, Kalzium und Co. bekommt und wie man sein Leben auf eine gesunde, kohlenhydrathaltige Ernährung umstellt. Die Kurzfassung: Kein Öl, dafür aber viele unverarbeitete Stärkeprodukte wie Kartoffeln, Reis, Quinoa etc. in Kombination mit Gemüse. Klingt langweilig? Auf keinen Fall, das beweisen die 100 Rezepte im Anhang des Buches. Ich persönlich finde es auch sehr schwer, als Veganer NICHT viele Kohlenhydrate zu essen und kann aus der Praxis bestätigen: Kohlenhydrate an die Macht!

 

Finding Ultra

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In meine Liste haben sich zwei Biografien eingeschlichen und beide haben primär mit Sport zu tun. Die erste, die ich euch vorstellen müsste behandelt den Triathlon. Ich selbst gehe nur regelmäßig laufen, finde Triathlon aber sehr faszinierend. Doch darum geht es in dem Buch nicht, jedenfalls nicht nur. Der mehrfache Ironman Finisher Rich Roll beschreibt in „Finding Ultra“ seinen Weg vom übergewichtigen Alkoholiker zu einem der fittesten Männer Amerikas. Er ernährt sich ebenfalls vegan und hat erst mit der Umstellung auf vegane Ernährung begonnen, sein Leben radikal umzukrempeln und hart zu trainieren. Die Autobiografie ist eindringlich, motivierend und zeigt, wie weit man mit bloßer Willenskraft kommen kann. Natürlich wird auch die vegane Ernährung thematisiert, hier aber nicht von der ethischen, sondern von der gesundheitlichen Ebene aus und wie vegane Ernährung einen Menschen noch leistungsfähiger machen kann. Das Buch gibt einem das Gefühl, dass man wirklich alles schaffen kann, dass man jederzeit sein Denken und seine Handlungsweisen umstellen und einfach seinen Zielen folgen kann.

 

Eat&Run

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Auch in „Eat&Run“ geht es um einen Athleten von Ultradistanzen, hier allerding „nur“ um einen Ultramarathonläufer: Scott Jurek. Dieser hat seine Geschichte als Ausnahmeläufer und Veganer niedergeschrieben. Er erzählt von seiner Kindheit in einer von Jagd und Fleisch geprägten Familie, seinen Laufanfängen und seine Entwicklung hin zum Ultraläufer.

Das Buch ist voll mit spannenden Geschichten um Jureks Leben, aber auch wissenschaftlichen Fakten und veganen Rezepten. Es motiviert und zeigt auch hier, wie wichtig ein starker Wille ist und dass jeder die Kraft hat durchzuhalten – egal ob es um das Thema Laufen, die eigene Ernährung oder die persönliche Entwicklung geht.

 

Running Buddha

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Dieses Buch ist kein klassischer Laufratgeber und genau deshalb fand ich es so interessant, denn es beleuchtet einen ganz anderen Aspekt vom Laufen: Das Thema Achtsamkeit und Meditation beim Laufen.
Viele, die regelmäßig laufen kennen das: Man läuft um zu sich zu kommen, Abstand zu gewinnen und einfach den Kopf frei zu bekommen. Sakyong Mipham, buddhistischer Geistlicher und Marathonläufer, beschreibt das Laufen als Ergänzung zu seinem spirituellen Weg. Es geht um die innere Haltung, wie man Achtsamkeit auf das Laufen übertragen und Schmerz annehmen kann.

Das Buch enthält pro Kapitel eine Meditationsübung ist eine Inspiration für alle, die beim Laufen nicht nur nach Bestzeiten streben, sondern einfach die Bewegung lieben.
Wer denkt, „Running Buddha“ ist nur etwas für spirituell angehauchte Menschen (zu denen ich definitiv nicht zähle), der liegt falsch. Beim Laufen geht es um mehr, als um Bestzeiten und Beine bewegen. Erfolge werden mit dem Kopf gelaufen und gemacht und genau das lehrt das Buch. Nicht nur für Läufer, sondern für alle, die nach mehr mentaler Stärke streben.

 

No meat athlete

 „No meat athlete“ war das erste Buch, das ich mir zum Thema Sport und vegane Ernährung gekauft habe. Der Autor Matt Frazier hat zunächst in seinem gleichnamigen Blog über seine Lauferfahrung und vegane Ernährung berichtet und damit so viel Erfolg gehabt, dass er sein Wissen in ein Buch gepackt hat. Er schreibt sehr locker, ohne erhobenen Zeigefinger und mit viel Engagement. Das Buch ist in zwei Teile gegliedert: Teil 1 behandelt die Basics einer veganen Ernährung und kann auch vollkommen unabhängig von Teil 2, in dem es um das Laufen und wie man zum Läufer wird geht, gelesen werden. Auch hier sind ein paar tolle Rezepte dabei und die packende Art, mit der Frazier schreibt macht sofort Lust, die Laufschuhe zu schnüren. Ein Buch für alle Sportler, die sich pflanzlich ernähren oder ernähren möchten, Veggies, die mit dem Laufen anfangen wollen oder Menschen, die einfach ihr Leben aktiver gestalten wollen – ohne dafür auf vegane Ernährung umsteigen zu müssen.

 

Welche Bücher zum Thema Sport/Ernährung kennt und mögt ihr? Ist bei meinen Tipps etwas für euch dabei?

 

 

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3 Kommentare

  1. Ui, Peace Food. Das Buch fand ich so schrecklich, dass ich es auf meinem Blog in vier Teilen zerlegt habe. Wenn es dich interessiert, kannst du gerne die interne Suche bei mir nutzen 😉
    Ich muss aber dazu sagen, dass ich den Inhalt mochte, nur die Art und Weise, wie Dahlke schreibt und versucht sich als Guru aufzuspielen mir gehörig gegen den Strich ging. Aber so unterschiedlich sind Wahrnehmungen.
    LG Lexa

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