Must watch: Grüne Dokumentationen & was du von ihnen lernen kannst

Filme sind toll, besonders Dokumentationen. Sie informieren, rütteln auf und zeigen, was man bisher vielleicht noch nicht wusste.
Auch wenn der Fernseher bei mir zu Hause fast immer ausbleibt, so habe ich vor allen Dingen zu Anfang, als ich von der Vegetarierin zur Veganerin wurde,  an Dokumentationen gesehen, was mir zum Thema Ernährung, Veganismus, Gesundheit, Nachhaltigkeit und Umweltschutz in die Finger gekommen ist.
Viele Texte und Dokumentationen haben mich nachhaltig berührt und sind mir im Gedächtnis geblieben. Aus diesem Grund stelle ich heute 6 Dokumentationen vor, die wirklich jeder gesehen haben sollte.


Grüne Dokumentationen: 
Terra


Diese Dokumentation von Yann Arthus-Bertrand stellt die Frage nach der Beziehung von Mensch, Natur und den Lebewesen dieser Welt und ergründet gleichzeitig die zunehmende Entfremdung des Menschen davon.

„Eine Hommage an den Menschen mit einer klaren Botschaft: Unsere Zukunft ist noch nicht verloren, wir müssen nur unseren Blick auf das Leben ändern.“  (Terra)

Bewegend, eindringliche Aufnahmen, aber auch mit einer eindringlichen Botschaft. Zeigt die Drastik, mit welcher der Mensch in die Natur eingreift. Eine der Dokumentationen, die einmal mehr zum Nachdenken anregt, das eigene Konsumverhalten hinterfragen lässt und sich die Schönheit und den Wert unserer Erde bewusst macht.

Ich habe den Film mit einem Freund zusammen auf Netflix gesehen und soweit ich weiß, gibt es ihn nur dort. Hier aber auf jeden Fall der Trailer, der einen sehr guten Eindruck gibt:

 

 

Earthlings


„Earthlings“ zeigt das Verhältnis von Tier und Mensch, wobei man eigentlich von einer Ausbeutung sprechen kann. Der Film führt mit sehr drastischen Bildern – auch von versteckten Kameras aufgenommen – vor, wie Tiere dem Menschen als Nahrung dienen, als Rohstofflieferant, als Unterhaltungs- und Testobjekt. Es ist eine der wenigen Dokumentationen, die wirklich schockt, keine Frage. Aber sie zeigt mit Dringlichkeit, wie grausam die Nutztierhaltung sein kann und stellt die Frage wie weit der Mensch die Macht, die er über die Tiere hat, wirklich nutzen darf.

Im englischen Original fungiert der Hollywood-Star und langjähriger Veganer Joaquin Phoenix als Erzähler. Der Titel spielt darauf an, dass nicht nur Menschen „Erdlinge“ sind, sondern alle Lebewesen auf dieser Welt.

Ich habe mich lange davor gescheut, diesen Film zu sehen. Von einigen Menschen habe ich gehört, dass er sie über Nacht vom Omnivoren zum Veganer hat werden lassen, da die gezeigten Bilder sehr grausam sind. Ich weiß, dass es Tierleid gibt und ich bin aus ethischen Gründen Veganerin, aber dennoch hatte ich großen Respekt vor diesem Film, da die Bilder wirklich sehr eindringlich sind.

Der Trailer:

Den ganzen Film gibt es auch auf Youtube:

 

Food, Inc.

Der Film kritisiert die Monopolisierung der Lebensmittelindustrie und ihre Folgen. Er zeigt, dass unser Essen eben nicht von glücklichen Kühen und von grünen Wiesen kommt und wie wenig wir eigentlich wissen, woher unser tägliches essen kommt. Diese Dokumentation setzt nicht auf Schockeffekte – natürlich gibt es auch hier ein paar unschöne Szenen, aber lange nicht so drastisch wie in der Dokumentation „Earthlings“ – sondern auf gut recherchierte Fakten und klare Analysen.

Food, Inc. habe ich in der Schule in der 13. Klasse gesehen und wünschte, man hätte ihn mir früher gezeigt. Zwar ist der Großteil des Filmes auf Amerika bezogen, er gibt aber einen guten Einblick darüber welche Macht die Wirtschaft über die Lebensmittelindustrie hat – und was davon auch auf Deutschland übertragen werden kann. Nach dem Film habe ich mir einmal mehr die Frage gestellt: Woher kommt mein Essen? Was ist drin? Will ich das wirklich essen?

Den Trailer gibt es hier:

 

Taste the Waste

„Taste the Waste“ ist ein deutscher Dokumentarfilm, der den Umgang mit Nahrungsmitteln und Nahrungsmittelabfall thematisiert. Jährlich werden Lebensmittel im Wert von 20 Milliarden Euro weggeworfen – allein in Deutschland. Welche Folgen dies für uns, die Hungernden der Welt und das Klima hat, zeigt dieser Film auf. Der Film stell die Frage nach dem Wert von Lebensmitteln (wie ironisch ist es, dass im Supermarkt Kartoffeln aussortiert werden, weil sie die falsche Form haben und deshalb angeblich nicht verkauft werden können?!) und wie wir Menschen damit umgehen.

Auch diese Dokumentation habe ich in der Schule gesehen und war schockiert. Der Film zeigt eindrucksvoll wie täglich sinnlos Tonnen an Lebensmitteln weggeworfen werden und zeigt dabei sowohl die Sicht der Lebensmittelindustrie als auch des Konsumenten auf. Macht sehr nachdenklich wenn man im Supermarkt vor den perfekten Lebensmitteln steht oder das Mindesthaltbarkeitsdatum von Lebensmitteln liest. Toll, dass es mittlerweile Alternativen gibt, wenn man Lebensmittel nicht mehr möchte oder zu viel gekauft hat: Foodsharing oder Gemüserettungsboxen wie „Etepetete“.

Hier könnt ihr den Trailer sehen:

 

Forks Over Knives bzw. Gabel statt Skalpell

Der Dokumentarfilm schildert, wie die westliche Ernährungsweise aus zu viel tierischem Protein, Fetten, Zucker und industriell verarbeiteten Lebensmitteln uns krank macht. Eine vollwertige, pflanzliche Kost wird als ideale Ernährungsform empfohlen.

In diesem Film steht ganz klar der gesundheitliche und NICHT der ethische Aspekt vom Verzicht auf tierische Produkte und verarbeitete Produkte im Vordergrund. Ich finde, das macht den Film für alle Menschen interessant, ja wichtig. Die Dokumentation zeigt auf, wie sehr sich unser Konsum- und Essverhalten in den letzten Jahren geändert hat und wie sich dies auf unsere Gesundheit auswirkt.
Allerdings muss gesagt werden, dass der Film recht „einseitig“ argumentiert und kaum Vertreter aus der Lebensmittelindustrie zu Wort kommen lässt. Dennoch ist der Film eine auf Fakten und wissenschaftlichen Studien basierende Dokumentation, die deutlich zeigt, dass eine pflanzliche Ernährung nicht schädlich, sondern gesund ist.

Der Trailer:

 

Cowspiracy

Der Film behandelt den Einfluss der Viehwirtschaft auf die Umwelt. Kernaussage des Filmes ist, dass die weltweite Fleisch- und Fischindustrie einen weit größeren Einfluss auf Klima und Umwelt schädigende Treibhausgase hat, als sämtliche anderen Abgasemissionen zusammengenommen.

Die Dokumentation schildert eindrucksvoll, wie wir unseren Planeten „von innen heraus“ zerstören und welches Klimaproblem die Viehzucht/Massentierhaltung darstellt. Ein Film, der nicht nur für umweltbewusste interessante und nachdenkliche Einblicke bietet.

Hier geht es zum Trailer:

 

Welche Dokumentation zum Thema Umweltschutz, Veganismus und Nachhaltigkeit kennt ihr und könnt ihr empfehlen?

 

2 Kommentare

  1. Eine wirklich tolle Zusammenstellung – bis auf Taste und Cowspiracy habe ich alle schon gesehen. Aber wenn du mich wieder so auf das Thema Dokumentarfilme bringst, bekomme ich gleich Lust, mir wieder einen anzusehen.
    Der letzte, den ich mir angeschaut habe, war „Tomorrow“ – auch sehr empfehlenswert, falls du den noch nicht kennst. Hier der Beitrag dazu auf meinem Blog: http://www.thesophisticatedsisters.com/2016/08/today-for-tomorrow.html/

    Alles Liebe, Eva
    http://www.thesophisticatedsisters.com

    • Danke für die Empfehlung, den Film habe ich gleich auf meine Liste gesetzt.
      Man kann sich nie genug informieren!

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