Nie wieder Terminchaos! Oder: How to Bullett Journal

Notizbücher und Stifte waren schon immer meins. Ich kann schwer an einem schön gebundenen Notizbuch vorbeigehen, ohne es zu kaufen und deshalb stapeln sich bei mir zu Hause schöne Hefte, Notizbücher und jede Menge bunter Stifte. Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die sich alles aufschreiben muss, damit sie es nicht vergisst. To-Do-Listen, Termine, Geschenkelisten, Pläne, Gedanken, Kritzeleien, Kontaktdaten, Ziele und Ideen – das alles braucht seinen Platz.

Bis vor kurzem habe ich mal in das eine, mal in das andere Notizbuch geschrieben, was dazu führte, dass meine tollen Notizbücher immer nur zur Hälfte voll waren und ich bald den Überblick verloren habe, wo was eigentlich steht. Dann habe ich eine ganz fantastische Methode entdeckt, wie ich alles unter einen Hut bringen und meiner Notizbuch-und-ich-muss-alles-aufschreiben-Sucht frönen kann: Das Bullett Journal!
Ein klasse Prinzip, das ich euch heute vorstellen möchte.

Die Idee zum Bullett Journal kommt aus Amerika und wurde von dem Produktdesigner Ryder Carlo entwickelt.

Das Prinzip: Kalender, To-Do-Liste, Notizbuch und Tagebuch sind in einem Notizbuch zusammengefasst, was Organisation und Effizienz steigern soll, denn immerhin hat man hier alles auf einen Blick. Das Tollste: Jeder kann sein Bullet Journal so gestalten wie er möchte! Doch wie geht das eigentlich?

How to: Bullett Journal

Zunächst einmal brauchst du ein Notizbuch, am besten mit Seitenzahlen. Die kannst du zwar auch per Hand schreiben, das ist aber sehr viel mehr Aufwand.

Auf die erste Seite habe ich mir ein Post-It mit den verschiedenen Symbolen geklebt, falls ich einmal nachgucken möchte. Denn für die verschiedenen Aufgaben und Kategorien, gibt es kleine Symbole, die man wie bei einer To-Do-Liste ganz klassisch abhakt.
Meine kleine Agenda seht ihr hier:

Zunächst richtest du ein Inhaltsverzeichnis ein, dafür auch die Seitenzahlen. Hier schreibst du jede neue Kategorie hinein und fügst die Seitenzahl hinzu, damit du diese auch leicht findest. Für das Inhaltsverzeichnis kannst du gut und gerne drei bis vier Seiten einplanen.


Das Future Log

Auf den nächsten Seiten folgt die Jahresübersicht, das „Future Log“. Hier trägst du wichtige Termine und Geburtstage jedes einzelnen Monats ein, sodass du am Ende eine Gesamtübersicht über die anstehenden Ereignisse eines ganzen Jahres hast.

Ich habe die Jahresübersicht vertikal gestaltet, du kannst aber auch jeden einzelnen Monat untereinander eintragen und wichtige Notizen in die Randspalte übertragen. Die Seiten des Future Logs tragt ihr im indes des Bullet Journals ein.

Das Monthly Log

Nach der Jahresübersicht folgt die Monatsübersicht, das „Monthly Log“.
Hierfür notierst du links den jeweiligen Monat mit den einzelnen Monatstagen (1-30) und den Wochentagen (Mo-So). Hier siehst du detailliert, was in dem jeweiligen Monat an Terminen anfällt. Auch Seite der jeweiligen Monate werden in das Inhaltsverzeichnis eingetragen.

Das Daily Log

Ich mache es so, dass nach der Monatsübersicht direkt die Wochenübersicht folgt. So kann ich schnell zur Monatsübersicht zurückblättern, anstatt alle Monate des Jahres durchgehen zu müssen.

Die Wochenübersicht wird auch als „Daily Log“ bezeichnet und hier kommen die verschiedenen Symbole zum Einsatz. Ich habe folgende Zeichen für mich festgelegt: Ein kleines Quadrat steht für einen To-Do-Punkt (der Großteil meiner Notizen!), ein einfacher Punkt für eine Notiz, ein Haken für „erledigt“, ein kleiner Kreis für ein Ereignis beziehungsweise einen Termin wie z.B. einen Geburtstag und ein Ausrufezeichen für einen besonders wichtigen Punkt, die Priorität.

Am klügsten ist es, sich am Ende einer Woche Zeit zu nehmen und die Aufgaben der kommenden Woche in eine neue Wochenübersicht einzutragen. Ich setze mich auch nochmals jeden Morgen hin, gehe meine To-Dos für den Tag durch und ergänze, wenn nötig. Am Ende eines Tages hakst du fleißig deine Punkte ab.
Alles was du nicht geschafft hast, wird auf den nächsten Tag beziehungsweise die Woche oder sogar in die Monatsübersicht übertragen. So behälst. du den Überblick über alle noch anfallenden Aufgaben und Ereignisse.

Nicht nur graue Termine: Es lebe die Kreativität!

 

Ich nutze mein Bullett Journal nicht nur für Termine und To-Do-Listen. Ideen, Pläne und Notizen finden bei mir ebenfalls auf gesonderten Seiten Platz. Natürlich werden sie ebenfalls im Index eingetragen. Hier kann ich meiner Kreativität freien Lauf lassen und die Seiten gestalten wie ich möchte. Ich finde es nämlich langweilig, die Seiten einfach so stehen zu lassen und gestalte mit kleinen Aufklebern und Zeichnungen mein Bullet Journal.

Natürlich ist diese Art ein Terminkalender zu führen erst einmal einiges an Schreibarbeit. Außerdem hat es bei mir ein bisschen gedauert, bis ich die tägliche beziehungsweise wöchentliche Routine vom Eintragen verinnerlicht hatte. Und: Natürlich solltest du dein Bullet Journal immer dabei beziehungsweise am Arbeitsplatz haben, damit du auch alles notieren kannst.

Ich für meinen Teil liebe das System. Es ist übersichtlich, ohne dass ich an Gestaltungsfreiheit einbüßen muss und ich habe immer alles an einem Platz. Für Notizbuchliebhaber und Schreiberlinge wie mich, die leidenschaftlich gerne Listen führen, ist das Bullett Journal die perfekte Möglichkeit, Termine und Ideen an einem Platz zu haben.

Dieses hilfreiche kleine Video erklärt auch nochmal super, wovon ich spreche.

Wie merkt ihr euch eure Termine? Habt ihr vielleicht auch eine Art Bullett Journal?

 

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