Waschen ohne Plastik: Nachhaltigkeit & Minimalismus im Badezimmer

Ich bin ein großer Fan davon, so wenig wie möglich zu brauchen. Weniger Ballast meint mehr Freiheit. Das gilt auch für das Badezimmer. Nachhaltige und minimalistische Körperpflege klingt ziemlich öko, fast etwas langweilig und nach „Ich wasche mich nur mit Wasser“.
Dass dem nicht so ist und wie Nachhaltigkeit im Badezimmer aussehen kann, möchte ich euch heute zeigen. Alle Produkte sind vegan und bio.

Nachhaltigkeit und Minimalismus: Produkte

Feste Seife

Meine Eltern benutzen seit jeher feste Seife, sowohl zum Händewaschen als auch zum Duschen. Als Jugendliche fand ich das seltsam, habe gar nicht an das Thema Minimalismus und Nachhaltigkeit gedacht und mir immer wieder Duschgel gekauft. Die Plastikflasche ist danach im Müll gelandet. Heute folge ich dem Beispiel meiner Eltern und benutze feste Seife. Die gibt es nur in Papier verpackt sogar in der Drogerie und löst sich auf ohne Plastik zu hinterlassen. Ich bin recht genügsam und brauche keine exotisch riechende Seife. Mir reicht ein leicht nach Kräutern duftendes Seifenstück. Das ist minimalistisch, reinigt und schäumt wie ein Duschgel.

Nachhaltigkeit Minimalismus Seife

Festes Shampoo

Genau wie bei der festen Seife gilt auch beim Shampoo: Plastik ist eigentlich unnötig. Vor ein paar Monaten bin ich auf festes Shampoo umgestiegen. Das sieht aus wie ein Stück Seife und kann man in den Händen oder direkt auf dem Kopf aufschäumen. Ich bin sehr zufrieden damit, denn es ist günstig und hält mehrere Monate. Einziges Manko: Leider habe ich es in keinem Drogerieladen oder Reformhaus entdeckt, sondern kaufe das Shampoo über das Internet. In Unverpackt-Läden gibt es Shampoos, aber leider befindet sich kein Laden in meiner Nähe.

Deo

Deodorant habe ich schon einiges ausprobiert, um dem Gedanken „Minimalismus und Nachhaltigkeit“ möglichst nahe zu kommen. Ich hatte schon Cremedeo, das war aber in einer Plastikdose verpackt und ich war nicht zufrieden damit. Nicht, weil ich die Idee nicht cool finde, sondern weil es bei mir überhaupt nicht gehalten hat. Ich hatte das Gefühl, sehr nach dem Deo zu riechen. Vielleicht sollte ich noch weitere Marken ausprobieren. Bis dahin benutze ich ein Sprühdeo in einer Glasflasche, die ist recyclebar.

Badezimmer Nachhaltigkeit Minimalismus Deo

Rasierer

Ich gebe zu: In meinem Badezimmerschrank befindet sich ein herkömmlicher Plastikrasierer, bei dem man die Klingen austauschen kann. Richtig zufrieden bin ich damit nicht, denn die Rasierklingen sind mehrfach in Plastik verpackt. Ich brauche die restlichen Klingen noch auf, möchte dann aber auf eine Plastikärmere Alternative umsteigen.

Bürste

Ich habe keine langen Haare und meine kurzen Haare stehen nach dem Aufstehen nur selten ab. Manchmal ordne ich sie einfach nur mit den Fingern, manchmal aber auch mit einer ganz normalen Bürste. Die ist zwar aus Plastik, habe ich aber auch schon Jahre und sie wird noch eine ganze Weile halten.


Gesichtspflege

Dazu kommt ein gesonderter Artikel. Nur so viel: Auch hier versuche ich Minimalismus und Nachhaltigkeit zu leben, muss aber in ein paar Bereichen noch Abstriche machen.

Abschminken Kokosöl und auswaschbares Wattepad

Ich bin ein recht schminkfauler Mensch und wenn ich mich schminke, dann verwende ich ein auswaschbares Wattepad und Kokosöl zum Abschminken. Das Wattepad sieht eigentlich aus wie ein kleiner Waschlappen, ist aber auswaschbar und sollte nachdem man es einige Male benutzt hat, in der Waschmaschine eine Runde mitgewaschen werden. Das gibt es – genau wie das Kokosöl, welches ich einfach auf das Wattepad gebe – im Drogeriemarkt.

Minimalismus Badezimmer Wattebad Kokosöl 

Zahnbürste und Zahnpasta:

In meinem Badezimmer stehen zwei Zahnbürsten: Eine elektrische und eine Bambuszahnbürste. Das spricht eigentlich nicht unbedingt für Minimalismus, aber mittlerweile benutze ich nur noch die Zahnbürste aus Bambus. Bambus wächst sehr schnell nach, erzeugt viel Sauerstoff und ist deshalb super für die Umwelt. Die Borsten sind aus Nylon und etwas fester als bei einer Plastikzahnbürste, aber das stört mich nicht. Borsten und Griff sind biologisch abbaubar und können nach ca. 3 Monaten Benutzung kompostiert werden. Es gibt mittlerweile viele Anbieter, ich verwende diese Zahnbürste http://www.hydrophil.biz/nachhaltige-zahnbuerste-gruen.html
Als Zahnpasta verwende ich eine vegane Bio-Zahnpaste aus der Drogerie, möchte aber unbedingt Zahnpasta einmal selbst herstellen. Von meinen Versuchen werde ich dann hier berichten.

Minimalismus badezimmer Zahnbüste Zahnpasta vegan 

Menstruationstasse

Eigentlich zählt die Menstruationstasse nicht zu meiner täglichen Hygiene im Badezimmer, aber doch zu meiner Monatshygiene und seit ich sie entdeckt habe, will ich sie nicht mehr missen. Anstatt Tampos und Binden verwende ich die Tasse schon seit über einem Jahr und bin begeistert. Kein Müll, günstig und ohne Chemie! Die Menstruationstasse besteht aus medizinischem Silikon und wohl die minimalistischste und nachhaltigste Möglichkeit zur Monatshygiene. Zur Handhabung und warum die Tasse so toll ist, kommt aber noch ein Artikel.

Nachhaltigkeit Menstruationstasse

Ich finde, es ist wichtig im Alltag vieles zu hinterfragen, besonders die Dinge, die selbstverständlich sind – wie eben Hygieneartikel.
Es gibt mittlerweile so viele günstige und nachhaltige Alternativen, die den Gedanken Minimalismus super unterstützen.

Wie sieht eure Körperpflege aus? Seid ihr wie ich noch ein Minimalismus-Anfänger? Welche Tipps zur nachhaltigeren und minimalistischern Körperpflege könnt ihr geben?

2 Kommentare

  1. Hallo Janina!
    Toller Blog <3
    Ich beschäftige mich auch seit einer Weile mit dem Thema Minimalismus ( mit Nachhaltigkeit ja sowieso 😉 ). Wir brauchen tatsächlich nicht viel um gut zu leben. Mich persönlich befreit es mehr und mehr. Man steigt bewusst aus dem Konsumrad und entfernt sich so dem Druck den uns Medien und Gesellschaft gerne auferlegen.
    Eine gute Körper-Seife fehlt mir allerdings noch.. meine Haut ist eher trocken und bisher habe ich noch nicht das passende Stück gefunden und muss mich da noch ein wenig durchtesten.
    Ich höre momentan viel von Roggenmehl für die Haarwäsche – hast du da Erfahrung mit? Ich werds mal testen und evtl. berichten 🙂

    Ganz viele liebe Grüße!
    Laura

    • Hallo Laura!
      Danke für deinen lieben Kommentar – du sagst es, so viel braucht es im Alltag wirklich nicht!
      Eine Seifen-Empfehlung habe ich leider nicht für dich, da bin ich selbst noch am Testen. Für meinen Körper taugt (noch) ein Stück Kernseife aus der Drogerie oder aber aus der Seifenmanufaktur „Sauberkunst“ (da habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass die Seife sehr schnell aufgebraucht ist).
      Roggenmehl möchte ich auf jeden Fall auch mal testen! Meine Haare sind sehr pflegeleicht, deswegen kann ich mir vorstellen, dass Roggenmehl super funktioniert. Ich berichte dann auf jeden Fall!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.