Wer produziert meine Kleidung oder warum ich Fairfashion tragen will

Das erste Licht des Tages sickert durch mein Fenster. Noch müde stehe ich vor meinem Kleiderschrank. Wie jeden Tag stelle ich mir die manchmal leidige Frage: Was ziehe ich an? Nach was fühle ich mich heute?
Ich öffne die Tür und starre die Klamotten finster an: Hm, das ist nichts und das auch nicht…ach, ich habe einfach nichts  zum Anziehen!
Wer kennt diesen paradoxen Gedanken: Der Kleiderschrank ist voll, aber trotzdem gefällt einem nichts und man hat das Gefühl, eigentlich gar keine Kleidung zu besitzen?! Schluss damit!

Es ist noch gar nicht so lange her, da bin ich in die typischen Läden spaziert, in denen die Preisschilder billig rufen und die gekaufte Kleidung sich schon nach wenigem Tragen ausbeult, verzieht, Nähte aufreißen oder die Kleidung sehr schnell kaputt geht.
Ich gebe es zu, ich habe den Gedanken viel zu lange vernachlässigt, wer eigentlich zu welchen Bedingungen meine Kleidung produziert und was ich da überhaupt am Köper trage.

Who made my clothes?#Fairfashion

Mittlerweile denke ich mir: Wie kann ich vegan leben, es mir aber egal sein, unter welchen Bedingungen andere Menschen arbeiten, die meine Kleidungsstücke herstellen?! Die Frage #whomademyclothes will und kann ich nicht mehr vernachlässigen. Es ist beschämend und traurig, dass ich erst vor wenigen Wochen zu dieser Erkenntnis gekommen bin. Aber wie heißt es so schön: Man lernt nie aus!

Ich möchte meinen Kleiderschrank so richtig ausmisten. Nur noch die Sachen behalten, die ich richtig cool finde und auch zu 100% trage. Der Rest wird gespendet oder verschenkt. Ich möchte Altes auftragen und neu kombinieren und keinen Mist mehr kaufen, sondern nur noch, wenn ich wirklich etwas brauche. Dann bitte Qualität und Fairtrade und vegan – Fairfashion eben.

Natürlich ist das teurer. Aber man zahlt für die Qualität, für faire Arbeitsbedingungen und faire Löhne. Ich möchte auch  kleine Labels unterstützen, die dringend Unterstützung nötig haben, weil sie so tolle Arbeit leisten aber nicht subventioniert werden. Eine andere Möglichkeit sit der EInkauf bei regionalen Händlern, da sieht man gleich vor Ort, wer wo wie Kleidung hergestellt hat.

Fest steht für mich auf jeden Fall:

Fairness bzw. FAiRFASHION kommt niemals aus der Mode, Fairness ist niemals out, sondern verdammt in!
Quelle: fashionrevolution.org

Quelle: fashionrevolution.org

5 Kommentare

  1. Sehr schöner Artikel – das Thema Mode darf nicht immer unter den Tisch gekehrt werden, zu vielen Menschen auf diesem Planeten geht es wegen der Produktion unserer Mode schlecht. Darauf vergisst man leider sehr gern.
    Ich trage auch seit einem Jahr nur mehr faire Mode/Seond Hand und fühle mich pudelwohl damit.
    Auf meinem Blog habe ich auch vor Kurzem einen Artikel verfasst, wie es mir seit vergangenem Jahr damit ergangen ist.

    Danke jedenfalls für diesen toll gelungenen Beitrag 🙂

    Liebe Grüße Eva
    http://www.thesophisticatedsisters.com

    • Absolut!
      Ich bin gespannt wo ich/wo wir in einem Jahr damit sind und ich freue mich darauf 🙂
      Den Artikel lese ich gerne!

  2. Liebe Janina!

    Ich sehe das ganz genauso wie du (das weißt du sicherlich mittlerweile 😉 ) und finde ebenfalls, dass Fair Fashion ein so wichtiges Thema ist, bei dem ich mich ebenfalls ein wenig schäme, nicht schon früher darauf gestoßen zu sein. Aber man lernt immer dazu und ich finde, diesbezüglich ist man sogar gleich einen ganz weiten Schritt vorwärts gekommen.
    Und Fair Fashion muss nicht immer wahnsinnig teuer sein – im Sale gibt es viele Teile zu durchaus akzeptablen Preisen. Und falls doch einmal ein teureres Stück dazwischenkommt, hilft das gleich, den minimalistischen Kleiderschrank, den man sich so mühsam aufgebaut hat, auch eine Weile bestehen zu lassen. 😉

    Du wirst das toll machen, davon bin ich überzeugt. 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

  3. Hey 🙂

    da stimme ich dir voll und ganz zu! Lieber später die Gedanken, als gar nicht. Selbst hab ich mich auch erst diesen Monat fest dazu entschlossen, nur noch Fair Fashion zu kaufen und aus meinem Kleiderschrank etwas zu machen, was ich gern trage. Bin gespannt, was wir nächstes Jahr um diese Zeit dazu berichten können 🙂

    Ach ja: toller Blog! 🙂 Kann man deinen Blog schon auf Bloglovin abonnieren?

    • Hallo Dunja,

      Vielen Dank für deinen Kommentar – du sagst es und ich freue mich sehr darauf!
      Auf Bloglovin bin ich noch nicht bzw. momentan wird mir dort eine Fehlermeldung angezeigt, da muss ich dran basteln.

      Liebe Grüße!

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