Where your book begins – wie du ein Notizbuch gestaltest

Ich bin ein Notizbuch Mädchen. Mein Leben lang habe ich Notizbücher gesammelt, gefüllt und geliebt. Skizzenbücher, Terminplaner, Dankbarkeitsbüchlein und Bücher für To-Do-Listen, Zitate und Gedanken – ich konnte mich nie auf nur ein Notizbuch alleine beschränken und kann es immer noch nicht.

Ddurch diese Vielfalt an Notizbüchern kann ich mich besser ausdrücken als mit einem einzelnen Tagebuch, das ich während meiner Schulzeit geführt habe. Mein Tagebuch war banal, die Inhalte traurig und pathetisch. Teenager-Gedanken eben; eine tolle Möglichkeit Gedanken um Frust abzubauen. Mittlerweile habe ich das Tagebuchschreiben fast aufgegeben – zumindest im klassischen Sinne.
Dennoch glaube ich, das es gut ist, Gedanken und Ideen festzuhalten, sei es visuell oder geschrieben. Es hilft, den Kopf frei zu bekommen, Ideen zu entwickeln und dich selbst besser kennenzulernen. Du darfst so emotional und ehrlich sein, wie du möchtest. Deshalb: Hier sind Ideen und Tricks für die Kunst des Notizbuchführens.

The art of journaling: Notizbuch führen

 

Größe und Beschaffenheit

Zunächst solltest du dir Gedanken darüber machen, wie dein Notizbuch aussehen soll. Welches Material es hat, welche Größe und wie teuer es sein soll.

Möglichkeit 1: Verwöhne dich selbst! Kaufe ein schickes Notizbuch, das vielleicht auch ein bisschen teurer ist. Ein gutaussehendes, wertvolles Notizbuch erinnert dich daran, das du ein Notizbuch zu deinem Vergnügen besitzt. Es kann dich motivieren, es weiter zu füllen, weil du dafür genug Geld hingeblättert hast. Mittlerweile gibt es viele tolle Anbieter, die ihre Notizbücher von Künstlern gestalten lassen, zum Beispiel Juniqe.

Möglichkeit 2: Verwandle ein günstiges, langweiliges Notizbuch in das perfekte Notizbuch.
Die Wahrheit ist, meist funktionieren teure und wunderschöne Notizbücher bei mir nicht. Ich habe Angst sie zu benutzen, weil sie so schön sind. Ich möchte ihre hübschen Seiten nicht mit meiner hastigen Handschrift und krakeligen Zeichnungen „verschandeln“.
Geht es dir auch so?
Wie wäre es, wenn du ein günstiges, schlichtes Buch einfach selbst gestaltest? Dafür kannst du Sticker benutzen, Bastelpapier oder eine Collage anfertigen. Wenn du so richtig in Bastellaune bist kannst du auch aus losem Papier dein eigenes Notizbuch binden!


Möglichkeit 3:
Wenn das weiße Papier vor dir nichts weiter auslöst als eine Schreibblockade kannst du dich von Büchern wie „Mach dieses Buch fertig“ oder einem Malbuch für Erwachsene inspirieren lassen und diese gestalten.


Möglichkeit 4:
Du magst kein Papier? Wie wäre es dagegen mit dem Computerbildschirm? Versuche es doch mit einem einfachen Word-Dokument oder Evernote!

 

Methode

Vor dir liegt nun dein neues Notizbuch. Und nun? Wie gestaltest du es? Ein paar Dinge, an die du denken solltest:

Du musst kein Perfektionist sein
Mach dich nicht fertig wenn deine Handschrift schrecklich aussieht und deine Zeichnungen ganz anders geworden sind, als du sie dir vorgestellt hast. Dein Notizbuch ist ein Platz für Experimente und Fehler, dein geheimer Platz an dem überhebliche Gedichte und anatomisch falsche Portraits willkommen sind.

Du musst dein Notizbuch nicht organisieren
Wir kennen das alle: Manchmal passiert so viel in unserem Leben, das es schwierig ist, in unserem Kopf Ordnung zu bewahren. Wie sollen wir dann auch noch ein ordentliches Notizbuch führen? Es ist ok, wenn es das nicht ist. Du musst nicht jeden Tag in dein Notizbuch schreiben oder zeichnen oder eine bestimmte Anzahl an Seiten füllen.

Ich bin dazu übergegangen es nur dann zu benutzen wenn ist Lust und Zeit habe. Und das passiert häufiger als gedacht. Versuche es mit verschiedenen Schreib- und Zeichenstilen, je nachdem wie dich die Muse küsst. Du musst auch nicht nur ein Notizbuch führen. Es können mehrere sein oder – wenn du es doch geordnet magst – das Notizbuch in verschiedene Sektionen einteilen.

Ideen

Wie füllt man so ein Notizbuch? Mit Ideen, Gedanken und Emotionen. Hier kommen ein paar Vorschläge, wie du deine Seiten gestalten kannst, wenn du nicht weißt, was in deinem Notizbuch stehen soll.

Schreiben
Fangen wir mit etwas leichtem an, dem Schreiben. Versuche Ereignisse so zu beschreiben, als wären sie nicht-existierende Fotos oder schreibe Gesprächsfetzen auf, die du in der Bahn gehört hast. Diese „Übungen“ können ein guter Start für experimentellere Versuche sein.

Comics
Zeitaufwendiger, aber spaßig ist es, dein Leben in Comics festzuhalten. Keine Angst, das müssen keine perfekten Zeichnungen oder „Marvel“-Grafiken sein. Am schönsten finde ich Zeichnungen die aus ein paar Strichen bestehen und schlicht sind. Du kannst dich auf einzelne Ereignisse konzentrieren, auf Gedanken oder Konversationen.

Skizzenbücher und Fotoalben
Falls dir Comics zu schwierig sind kannst du deine Tage auch anders festhalten. Das muss nicht erzählend sein. Eine schöne Idee finde ich es, das Notizbuch mit Collagen, Tickets, Einladungen, Post-Ist oder selbstgeschossenen Fotos zu gestalten. Quasi als eine Art „Minimuseum“. Du kannst aber auch einfach Zeichnungen anfertigen.
Tägliche Aktivitäten
Schreibe auf, was du jeden Tag gemacht hast. In Stichwörtern. Oder in einer kleinen Zeichnung – was du gegessen, getragen, gekauft hast.

Graphen, Listen, Mind-Maps
Du bist weder zeichnerisch noch literarisch begabt? Musst du auch gar nicht sein! Wenn dir die genannten Punkte zu anstrengend sind, dann kannst au auch einfach Stichwörter notieren, Listen führen und Infografiken zeichnen.
Es gibt so viel, was sich notieren lässt. Einkaufslisten, Geschenkideen, Musiklisten, was es zu essen geben soll – die Möglichkeiten sind endlos.

 

Beim Notizbuchschreiben geht es darum dich auszudrücken und es gibt so viele Möglichkeiten, wie du Stimmungen hast. Also, sei traurig, wütend, glücklich und habe Spaß dabei, alles festzuhalten. Ein Notizbuch ist toll, ein Platz zum Erinnern. Mach es dazu!

 

Führst du ein Notizbuch? Was notierst du? Alltägliches oder machst du ein kleines Kunstwerk daraus?

1 Kommentare

  1. Liebe Janina,
    du kannst selbst tolle Blogeinträge schreiben über so vermeintlich banale Dinge wie ein Notizbuch zu gestalten <3 Ich führe seit Herbst letzten Jahres ein Bullet-Journal und bin wirklich versessen, immer neue Listen zu gestalten, Handletterings in mein Buch zu malen, neue Ideen zu entwickeln und und und… Vorher hatte ich immer verschiedene Notizbücher für verschiedene Dinge, habe sie jedoch nach anfänglichem Enthusiasmus nie weiter gefüllt, als über die ersten paar Seiten. Das ist jetzt total anders!
    Trotzdem hat dieser Beitrag mir noch einmal eine andere Sicht darauf verschafft 🙂
    Vielen lieben Dank für die Inspiration – nicht nur in diesem Beitrag, sondern in allen!
    Liebe Grüße von Hannah

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.