Wie wird man kreativer? Inspiration & Kreativität finden

Das Blatt vor dir ist leer, keine Kreativität – nirgends. Es starrt dich an, lauert darauf, dass zu endlich anfängst. Du hast dich hingesetzt und dir Zeit genommen, musstest dich zwar zwingen, aber du willst endlich einmal etwas schaffen, kreativ sein. Schreiben, zeichnen, komponieren oder einen Plan schreiben. Doch dein Kopf bleibt leer, während die Uhr nervös im Hintergrund tickt, und das Blatt bleibt es auch.

Du kennst diese Situation? Gut, ich nämlich auch. Kreativität ist schwierig, irgendwie nicht greifbar. Weil ich damit bestimmt nicht alleine bin, gebe ich heute ein paar Tipps was meine grauen Zellen auf Hochtouren bringt (meistens zumindest!) wenn es um das Thema Kreativität geht.

Zuerst einmal: Jeder ist kreativ! Viele Menschen denken, nur wer regelmäßig den Pinsel schwingt oder sich an die Schreibmaschine setzt, hat das Anrecht darauf, sich „Kreativer Kopf“ zu nennen. Das stimmt nicht.
Du kannst ebenfalls kreativ sein und zwar in allen Lebensbereichen. Das kann ein neues Projekt auf der Arbeit sein oder die Lösung, wie man einen Streit klein beilegt. Kreativität ist vielfältig. Bunt und schillernd. Es gibt sie in allen Formen.
Ich für meinen Teil schreibe gerne, zeichne oder bastle. Und weil das Schreiben einen großen Teil in meinem Leben einnimmt, dreht sich viel um das Thema Schreiben und Ideen entwickeln.

Keine Angst vor der Kreativität. Einfach machen!

Eine Warnung vorweg: Kreativ zu sein und „Dinge zu erschaffen“ ist Arbeit und fließt nicht einfach so aus dem Nichts daher. Viele unterschätzen das –  was oft dazu führt, dass Kreativität und Inspiration zugegebenermaßen häufig doch recht stark romantisiert werden. Man denkt nur an all die tragisch-traurigen Dichter, die man sich einsam sitzend in einer dunklen Nacht vorstellt, die von Liebesleid geprägt den Geitesblitz ihres Leben haben. So ist es nicht oder wenn, dann nur sehr selten. Und ich glaube, das schreckt sehr viele Menschen ab, tatsächlich kreativ zu sein.

Etwas zu „Schaffen“, das braucht auch Gedankenarbeit. Ideen müssen erarbeitet und neu zusammengebaut werden. Das ist nicht leicht und macht auch nicht immer Spaß. Es kostet Zeit und Aufwand, um aus einer rohen Idee tatsächlich etwas greifbares zu machen.
Das Schwierigste ist es, aus dem Wirrwarr im eigenen Kopf etwas zu extrahieren, den Gedanken auf das Papier zu bringen und dann soll es ja auch noch toll klingen.

Kreativität ist wie ein Fluss. Manchmal wird Müll angeschwemmt, manchmal Gold.

Und hier beginnen viele Schreibblockaden, viele „Machblockaden“, die Furcht vor der Kreativität. Auch ich habe manchmal Angst vor dem Papier, es könnte ja doof klingen und meine eigenen Erwartungen enttäuschen. Dann gilt es: Einfach handeln!

Es ist ein mentales Ding. Du hast diese Ideen in dir, dann mache auch etwas drauß.
Es wird nie den perfekten Moment geben, in dem dich die Muse küsst und du Lust hast, all deine Ideen in die Tat umzusetzen.Manchmal muss man sich auch einfach auf den Hosenboden setzen und sich zwingen, Gedanken zu ordnen.

Doch woher kommen Ideen und wie findet  man Kreativität?

1. Wenn ich schreiben will und nicht sicher bin was es sein soll, dann mag ich es, ein Gefühl zu nehmen oder eine bestimmte Situation, etwas ähnliches, auf das man aber differenziert blicken kann. Wenn du z.B. über „Liebe“ schreiben willst, dann denke an Dinge die du mit „Liebe“ assoziierst, wie Lust und Furcht und Freude. Verschiedene Gedankenbereiche zu verknüpfen kann wahnsinnig inspirierend sein und dir fallen vielleicht noch viel mehr Sachen ein, als gedacht,

2. Öffne das Internet, lass dich inspirieren. Finde ein Bild, das dir gefällt und speichere es. Dann schreib setze dich hin und schreibe etwas darüber, egal was. Das kann nur ein Satz sein oder eine Kurzgeschichte. Vielleicht, welche Farben auf dem Bild zu sehen sind, welche Emotionen das Bild in dir auslöst oder welche Vergangenheit die Personen auf dem Bild haben. Pinterest ist dafür auch super!

3. Benutze einen Wordgenerator. Drück einfach Knopf und nehme ein Wort, das dir gefällt. Mach etwas aus diesem Wort. Schreib eine Geschichte, ein Gedicht oder erweitere damit einfach einen Wortschatz.

4. Watch, learn, do. Umgib dich mit Leuten – besonders mit Leuten, die wirklich gut in dem sind, was sie machen und was du vielleicht auch machen willst. Das kann dein Bürokollege sein oder dein Lieblingsautor. Kopiere nicht, aber lass dich insipieren, mach die Dinge so ähnlich, wie es die Person macht. Lerne, erlebe das Beste und dann mach etwas daraus. Es wird auch dich besser machen. Verbringe Zeit mit Menschen die dich inspirieren und die du toll findest, das bringt dein eigenes Denken und deine Kreativität in Form.

5. Oder das genaue Gegenteil: Verbringe Zeit mit dir alleine. Höre Musik, versuche den Rythmus der Musik in Worte zu fassen und vor allen Dingen: Gewöhne dich an deine eigenen Gedanken. Lass sie fließen und jede Menge Abbiegungen nehmen. Vielleicht lauert hinter der nächsten Ecke schon eine tolle Idee!

6. Routine. Manchmal hilft es mir, wenn ich bestimmte Dinge immer zur gleichen Zeit mache. Räume dir ein Zeitfenster frei, in dem du nur das machst, was du gerne machen willst. Vielleicht morgens direkt nach dem Aufstehen, wenn der Kopf noch frisch ist oder abends, wenn du über den Tag hinweg tolle Eindrücke gesammelt hast.

7. Führe ein Tagebuch. Oder ein Traumtagebuch. Schreibe alles auf, was dich inspiriert: Zitate, kleine Erlebnisse, schöne Dinge oder einfach wie doof der Tag war. Vielleicht kannst du später darauß noch etwas erarbeiten und vor allen Dingen lernen.

8. Hab keine Angst, schlecht zu sein. Wenn du glaubst, Müll zu erschaffen: Super! Es ist egal wie dumm dir eine Idee am Anfang erscheint, es kann etwas tolles darauß werden. Mach dich nicht fertig mit dem Gedanken, dass du nichts kannst.

9. Schreib alles auf, alles! Es ist mir schon so oft passiert, dass ich eine tolle Idee hatte, sie mir aber nicht notiert habe, weil ich dachte, ich kann sie mir merken. Glaub mir, das menschliche Gedächtnis ist ein Sieb. Notiere dir wirklich alles, egal wie unwichtiges es scheint.

10. Zum Mutmachen: Dir werden NIE aus Ideen ausgehen. Kreativität ist keine Box aus der man eine Idee zieht und die immer voll ist. Sie ist mehr wie ein Wasserfall. Fließt und strömt, scheinbar ein Wirrwarr an Gedanken, aber nie versiegend. Du musst Ideen darauß angeln. Manchmal wird Müll in diesem Fluss angeschwemmt, manchmal Gold. Du musst nur darauf vertrauen, dass es immer weiter geht und deine Angel auswerfen.

Zum Abschluss noch ein paar tolle Sachen, die ich gerne mache. Einfach so, wenn ich Lust habe, kreativ zu sein:

Lese

Zeichne

Geh spazieren

Schnapp dir eine Zeitschrift, schneide schöne Sachen aus und bastle ein Collage

Fotografiere

Schreibe Briefe

Bastel einen Kalender

Lese eine tolle Zeitschrift z.b. die flow

Was inspiriert dich und was macht dich kreativ?

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für die tollen Tipps, liebe Janina!
    Mir hilft es auch oft, einfach mal alles aufzuschreiben, was mir durch den Kopf geht… Dann wird das Chaos wenigstens ein bisschen geordnet! 😉

    Aber auch deine anderen Ratschläge helfen super, um die Kreativität in Schwung zu bringen! Werde sie jetzt öfter mal anwenden! 🙂

    Allerliebste Grüße an dich <3
    Amelie | https://amelieruna.wordpress.com/

    • Das freut mich!
      Mir hilft es auch oft, alles was in meinem Kopf herumschwirrt einfach loszuwerden und aufzuschreiben. Das muss nicht schön formuliert sein, sondern ist quasi erst einmal das „Rohmaterial“ mit dem sich arbeiten lässt 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.